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Unser Team
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Wir, das sind Studenten der Hochschule Anhalt am Standort Dessau. Das Projekt startete im April 2016 mit 15 Studenten aus den Fachbereichen Architektur und Design. Innerhalb der Gruppe gibt es eine bunte Mischung aus den verschiedenen Semestern, so zählen Dritt-, Fünft- und Siebtsemester des Bachelorstudiengangs zur Gruppe. Der unterschiedliche Erfahrungsschatz der Studenten wirkt sich dabei sehr positiv auf die Zusammenarbeit aus. Zudem kann sich jeder in den Bereichen einbringen, für die er sich besonders interessiert und kann seinen Erfahrungsschatz durch zusätzliche Herausforderungen erweitern. Für einige Studenten ist dies nicht das erste Projekt, da sie schon in anderen Entwicklungsländern an Projekten mitgewirkt haben. Durch diese Erfahrungen haben wir einen großen Vorteil was sowohl Organisation und Planung als auch die tatsächliche Ausführung betrifft. Was uns aber alle vereint, ist der gemeinsame Wille, dieses Projekt erfolgreich zu Ende zu bringen. Was uns danach bleibt sind Erfahrungen für die zukünftige berufliche Laufbahn, Entwicklungen des eigenen Charakters zu selbständigerem arbeiten und natürlich Freunde sowohl aus Deutschland als auch aus Haiti, die ein ganzes Leben lang bestehen können.
Unser Projekt
Nach einem erneuten Besuch in Haiti, im März 2017, mussten wir auf Grund von Verschärfungen der Baurichtlinien im Gesundheitssektor, welche im Oktober 2016 beschlossen wurden, einige Sachen an unserem Entwurf ändern. Daraufhin kontaktierten wir das Gesundheitsministerium vor Ort, um Änderungen am Entwurf abzustimmen. Die Grundfläche unserer Krankenstation hat sich nun auf ca. 220m² vergrößert. Wie beim vorherigen Entwurf, wird das Fundament aus einer erhöhten Bodenplatte gefertigt, um der Gefahr von Überschwemmungen während einer Katastrophe auszuweichen. Der Sockel wird an der Außenseite mit Natursteinen verkleidet, wobei hinter dem Gebäude noch eine Art Hochbeet angeschlossen wird. Vorgesehen ist jetzt, ein Stahlbetonskelett mit 30x30cm Stützen und umlaufendem Ringanker zu fertigen. Die einzelnen Trennwände werden wir dann individuell konstruieren und gestalten. Den zentralen Punkt unseres Gebäudes und gleichzeitig erster Anlaufpunkt für die Patienten, ist der mittig angeordnete Empfangstresen. Angeschlossen daran ist eine Apotheke, aus der die Medikamentenausgabe erfolgen wird. Um den Empfangsbereich bildet sich ein Flur, über den alle anderen Räume erreicht werden können. So haben wir - wenn man frontal auf die Klinik schaut - links ein Archiv mit angrenzendem Labor und Lager geplant, mittig hinter dem Empfangsbereich 2 Behandlungsräume, zwischen denen der Arzt wechseln kann - mit einem Zugang von außen, damit er auch von der Rückseite ins Gebäude gelangt. Rechts im Gebäude gelegen sind die Sanitärräume für Patienten und das Personal.
Auf Initiative unserer Projektleitung und eines Vereins aus dem Münsterland, der ein Waisenhaus in Jacmel betreibt, entstand ende 2015 die Idee eines neuen Bauprojektes in Haiti. Genauer gesagt, soll dieses Mal eine Krankenstation in dem tief gebeutelten Land errichtet werden. Haiti zählt laut Human Development Index aus dem Jahr 2015 zu einem der sich am schwächsten entwickelnden Länder und steht nicht ohne Grund auf Platz 163 dieses Rankings. Im Vergleich dazu hat Deutschland einen HDI von 6. Schwere politische Krisen und nicht zuletzt die verheerenden Naturkatastrophen 2010 und 2016 haben die Lage weiter verschlimmert. Grund genug für unsere Hochschule dort etwas zu bewegen. Mit dem notwendigen Know-How und den Erfahrungen vergangener Projekte bietet die Hochschule optimale Voraussetzungen, auch dieses Vorhaben erfolgreich zu gestalten. Von der anfänglichen Ideenfindung, was wir auf dem Bauplatz errichten können, über die Entwurfsphase, in der am Ende ein sinnvolles Konzept zutage gefördert wird bis hin zur darauf aufbauenden Ausführungsplanung. Eineinhalb Jahre Recherche und Planung und eine anschließende Bauphase vor Ort von noch einmal ca. 3 Monaten sind dafür angedacht. Am Ende soll ein funktionierendes, nachhaltiges, beständiges und ästhetisches Gebäude stehen. Wobei wir nach den Naturkatastrophen ein hohes Augenmerk auf eine erdbebensichere Konstruktion legen. Was wir dort bauen, ist eine kleine Anlaufstation für Leute die eine Erstversorgung benötigen. Aber unser Erfolg misst sich an dem, was wir den Leuten dort mitgeben können - Ideen und Methoden um sich selber zu helfen, was uns wichtig ist, ist dass unsere Hilfe nicht mit unserer Abreise beendet wird. Im Dezember 2017 soll es dann soweit sein. Mithilfe der Stiftungen, Förderungen und der zahlreichen Spenden, die das Gebäude letztlich finanzieren, werden die Studenten selbst nach Jacmel reisen, um in Zusammenarbeit mit den Einheimischen dieses Projekt zu verwirklichen.
Prof. Dr. Claus Dießenbacher Projektleiter Gropiusallee 38, Raum E.43 06846 Dessau-Roßlau claus.diessenbacher@hs-anhalt.de Michael Bieler Projektkoordinator Gropiusallee 38, Raum E.43 06846 Dessau-Roßlau michael.bieler@hs-anhalt.de +49 (0) 340 5197 1527 Impressum